
Unsere Hunde aus dem Tierheim Ciudad Animal werden kurz nach der Aufnahme über einen Test auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Da aber Leishmaniose eine lange Inkubationszeit hat und auch eine Ansteckung kurz vor oder nach dem in Spanien durchgeführten Bluttest nicht ausgeschlossen ist, raten wir unseren Adoptanten diesen Test nach einiger Zeit (zwischen 3 und 6 Monaten) von ihrem Tierarzt in Deutschland wiederholen zu lassen.
Auf der Webseite (parasitus.com) des Vereins Parasitus Ex e.V. können Sie sich eingehend über parasitäre Erkrankungen bei Tieren, deren Diagnostik und Bekämpfung informieren.
Bitte beachten Sie, dass die hier angegebenen Informationen kein Ersatz für einen Tierarztbesuch sind!
Leishmaniose ist eine Infektionskrankeit bei Tier und Mensch, die von der Sandmücke übertragen wird und im gesamten Mittelmeerraum vorkommt. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier und von Mensch zu Tier wurde bisher NICHT nachgewiesen.
Inkubationszeit
2 Monate bis mehrere Jahre.
Symptome
Infektionen bei denen Hunde positiv getestet wurden ohne dass sie erkranken sind sehr häufig. Man unterscheidet man 2 Formen die viszerale und die kutane Form:
Viszerale Form: befällt innere Organe - Nieren, Leber, Milz und den Darm. Hierbei können die Symptome Fieberschübe, Durchfälle, Trägheit, Appetitlosigkeit und Blutarmut sein. Kutane Form: befällt hauptsächlich die Haut – schuppende haarlose Stellen (am Nasenrücken, den Ohrspitzen und um die Augen), sehr starkes Krallenwachstum mit entzündetem Kralllenbett. Bei anhaltender Erkrankung ohne Therapie können sich die Hautveränderungen auf den ganzen Körper und die Pfoten ausbreiten.
Diagnose
Die Leishmaniose Erreger können anhand einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Ebenso kann Lymphflüssigkeit oder Knochenmark entnommen werden.
Therapie
Wenn Leishmaniose positiv getestet wurde ist die Behandlung immer von den vorhandenen Symptomen abhängig. Falls ein Hund keine Symptome zeigt muss auch keine Behandlung erfolgen da viele Hunde aus dem Süden ein gutes Immunsystem entwickelt haben. Die Erkrankung wird behandelt durch Antibiotika in Tablettenform, bei schweren Fällen kann es sein, dass zusätzlich Infusionen gegeben werden müssen. Bei hartnäckigen Fällen kommt nur eine Langzeittherapie in Frage. Jedoch ist die Leishmaniose für den Hund kein Todesurteil!!
Prophylaxe
z.B. :Scalibor Protectorband
Ehrlichiose ist eine Erkrankung die von der braunen Hundezecke übertragen wird, sie kommt im gesamten Mittelmeerraum vor.
Inkubationszeit
Wenige Tage bis zu 3 Wochen.
Symptome
Akute Phase: Bei dieser Phase verläuft die Erkrankung meist unbemerkt. Erst wenn ein Hund sich mehrfach Infiziert z. B. noch mit Babesien oder Leishmanien kann es zu einem schweren Krankheitsverlauf kommen. Die Symptome sind: Futterverweigerung, Nasenbluten, punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten, Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen.
Chronische Phase: Hier sind die Symptome ähnlich, Abmagerung, erhöhte Blutungsneigung, Nasenbluten und punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten. Selten zu beobachten sind blutiger Kot und Ödeme an den Beinen.
Diagnose
Die Erreger können ab ca. dem 20. Tag nach der Infektion durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.
Therapie
Die Behandlung erfolgt meist mit der Gabe von Antibiotika für ca. 3-4 Wochen. Wenn das Knochenmark nicht befallen ist besteht in den meisten Fällen eine vollständige Heilung.
Prophylaxe
Um dieser Erkrankung vorzubeugen helfen regelmäßige Kontrollen die sofortige Entfernung von Zecken.
Babesiose ist eine Erkrankung die von der braunen Hundezecke und Auwaldzecke übertragen wird, sie kommt vor im Mittelmeerraum und vielen europäischen Ländern sogar auch in Süd-Deutschland.
Inkubationszeit
Wenige Tage bis zu 3 Wochen
Symptome
Übelkeit, hohes Fieber, Schwäche, es gibt einen akuten und einen chronischen Verlauf der Krankheit.
Akut: hohes Fieber, schlechtes Allgemeinbefinden, Schwäche, Blutarmut, Nierenversagen und Milzvergrößerung.
Chronisch: die Hunde die eine chronische Babesiose haben bekommen öfter hohes Fieber oder leiden zwischendurch an starker Schwäche. Es gibt Hunde die sich mit Babesien angesteckt haben jedoch nie Krankheitssymptome zeigen.
Diagnose
Die Erreger können durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden
Therapie
Die Therapie sollte schnellstmöglich eingeleitet werden. Die Behandlung erfolgt meist mit 2 Injektionen im Abstand von 2 Wochen oder durch Gabe von Antibiotika in Tablettenform über einen Zeitraum von ca. 3-4 Wochen.
Prophylaxe
Zur Vorbeugung dieser Erkrankung ist es am wichtigsten den Hund nach einem Spaziergang o.ä. auf Zecken zu untersuchen und diese sofort zu entfernen. Der Einsatz von Mitteln zur Zeckenabwehr/-abtötung sind ebenfalls sinnvoll.
Dirofilariose ist eine Erkrankung die bei Tieren hauptsächlich Hunde selten Katzen, aber auch bei Menschen auftreten kann. Durch weibliche Stechmücken werden die Larven (Mikrofilarien) der Herzwürmer auf den Wirt übertragen. Diese werden dann von der Haut in die Muskulatur geleitet, von wo aus sie dann in die Blutbahn gelangen um sich dann meist in der rechten Herzkammer ansiedeln.
Inkubationszeit
Mehrere Wochen bis Monate.
Symptome
Die Reaktion der Hunde auf Mikrofilarien ist sehr unterschiedlich, meist ist es aber Husten, Schwäche, Atemnot, Gewichtsverlust, Hauterhebungen und Ekzeme.
Diagnose
Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt über die mikroskopische Untersuchung des Kapillar-Ausstriches oder nach Anreicherung von EDTA Blut im Knott-Test. Ein Nachweis kann frühestens nach ca. 6 Monaten erfolgen.
Therapie
Die Behandlung erfolgt meist über einen langen Zeitraum (da alle Stadien des Herzwurms abgetötet werden müssen) mit verschiedenen Medikamenten die leider aber auch Nebenwirkungen haben wie z.B, eine hohes Thromboserisiko!!
Bei massivem Befall ist meist ein chirurgischer Eingriff nötig um die Herzwürmer zu entfernen.
Prophylaxe
Sollte man in ein Gebiet reisen wo Dirofilariose vorkommt kann man eine Behandlung mit seinem Tierarzt absprechen. In der Regel gibt man eine Woche vor und mind. 2-3 Monate nach der Reise die empfohlenen Medikamente.

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